Subversion mit WebDAV auf einem Ubuntu Server installieren
Heute ist Tag 1 mit meinem neuen Server und natürlich ist noch nicht alles wieder so, wie es vorher war. Für einige kleine Projekte benötige ich ein SVN-Repository und da ich einen eigenen Server habe lohnt es sich ja auch diesen dafür zu verwenden. Da einige Projekte eventuell auch für die Allgemeinheit verfügbar sein sollen, möchte ich diesmal gleich den Zugriff per DAV ermöglichen, damit nicht immer ein Benutzer angelegt oder ein zentrales Passwort veröffentlicht werden muss. Da die letze Einrichtung auch bei mir schon wieder etwas her ist habe ich bei How-To Geek den Artikel Install Subversion with Web Access on Ubuntu gefunden. Hier nun meine Zusammenfassung zum Umsetzen auf einem Server mit Ubuntu 10.04 LTS (sollte aber auch auf anderen Linux Distributionen ähnlich funktionieren, abgesehen von den Speicherpfaden und der Art der Installation).
Installieren von Subversion
Die Installationshilfen von Ubuntu machen einem diesen Schritt ja sehr einfach. Zuerst einmal müssen bei meinem frisch installierten Server die Paketquellen aktualisiert werden. Das macht man mit folgendem Befehl (solltet ihr nicht als “root” angemeldet sein, müsst ihr eventuell noch “sudo ” vor diesen und weiter Befehl setzen):
apt-get update
Anschließend können wir Subversion und die Erweiterung für den Apache-Server installieren, was mit folgendem Befehl passiert:
apt-get install subversion libapache2-svn
Wenn alles geklappt hat ist Subversion auch schon installiert. Um es zu testen könnt ihr den “svn” Befehl auf der Konsole testen und dabei auch gleich feststellen, ob das WebDAV Modul verfügbar ist:
svn --version
WebDAV Ordner einrichten
Zuerst einmal legen wir ein Verzeichnis an, in dem später all unsere SVN-Repositories abgelegt werden:
mkdir /var/svn
Anschließend erstellen wir einen weiteren Unterordner für alle SVN-Repositories, die wir später per WebDAV freigeben möchten:
mkdir /var/svn/public
Erzeugen des ersten öffentlichen Repository
So, nun sind wir bereit unser erstes Repository zu erzeugen und dieses anschließend freigeben zu können. Zuerst einmal müssen wir das SVN-Repository selbst erzeugen. Dies geschieht mit dem Befehl svnadmin, genauer gesagt mit dem Unterbefehl svnadmin create:
svnadmin create /var/svn/public/myproject
Der Befehl erzeugt keine Ausgabe, lass euch also nicht irritieren, wenn da nicht viel passiert. Um zu kontrollieren, ob das Erstellen des SVN-Repositories geklappt hat, seht euch einfach mal den Inhalt des Ordners an:
cd /var/svn/public/myproject ls -l total 24 drwxr-xr-x 2 root root 4096 2011-05-22 13:21 conf drwxr-sr-x 6 root root 4096 2011-05-22 13:21 db -r--r--r-- 1 root root 2 2011-05-22 13:21 format drwxr-xr-x 2 root root 4096 2011-05-22 13:21 hooks drwxr-xr-x 2 root root 4096 2011-05-22 13:21 locks -rw-r--r-- 1 root root 229 2011-05-22 13:21 README.txt
Repository über WebDAV freigeben
Nun müssen wir die Konfiguration des WebDAV Moduls anpassen, damit das Repository von außen verfügbar ist. Dazu öffnen wir die Konfigurationsdatei:
vi /etc/apache2/mods-enabled/dav_svn.conf
Hier müsst ihr in ein paar Zeilen die anführenden Kommentarzeichen entfernen. Eure Konfiguration sollte dann mindestens folgende Zeilen (unkommentiert) enthalten:
<Location /svn>
DAV svn
SVNParentPath /var/svn/public
AuthType Basic
AuthName "Subversion Repository"
AuthUserFile /etc/apache2/dav_svn.passwd
<LimitExcept GET PROPFIND OPTIONS REPORT>
Require valid-user
</LimitExcept>
</Location>
Nachdem ihr die Konfiguration gespeichert habt können wir den Zugang für euer öffentliches Repository machen. Wir verwenden hier allerdings eine Benutzer-Autorisierung, damit wir den Schreibzugriff auf das Repository einschränken können. Zum Erstellen eines Benutzers wird folgender Befehl verwendet. Gebt dort anschließend zweimal das neue Passwort des Nutzers ein:
htpasswd -cm /etc/apache2/dav_svn.passwd public New password: Re-type new password: Adding password for user public
Damit die Benutzer auch in das Verzeichnis schreiben können, muss es noch auf den Apache-Benutzer übertragen werden, da wir es ja als root erzeugt haben. Das geschieht mit folgendem Befehl:
chown -R www-data /var/svn/public/
Das war es im Grunde auch schon. Was jetzt noch fehlt ist ein Neustart des Apache-Servers, damit die neue Konfiguration auch geladen wird:
/etc/init.d/apache2 restart
Testen des öffentlichen Repositories
Jetzt könnt ihr das neue öffentliche Repository testen. Navigiert dazu einfach in eurem Browser auf eine eurer Domains und dort in den Unterordner /svn/myproject. Ihr solltet dann in etwa folgendes sehen:
Das war es auch schon. Jetzt habt ihr euern eigenen Subversion Server und könnt dort nach Belieben öffentliche Projekte verwalten. Solltet ihr aber mal ein nicht öffentliches Projekt haben, könnte ihr dieses weiterhin über das svn+ssh: Protokoll betreiben. Dazu müsst ihr es einfach nur direkt im /var/svn Ordner ablegen und dann per SSH für bestimmt Benutzer erreichbar machen. Falls Interesse besteht werde ich das in einem separaten Artikel nochmal kurz erklären.
Fragen und Anmerkungen sind wie immer gerne gesehen!
Alles neu macht der Mai
Alles neu, macht der Mai,
Macht die Seele frisch und frei
Laßt das Haus, kommt hinaus,
Windet einen Strauß!
Rings erglänzet Sonnenschein,
Duftend pranget Flur und Hain;
Vogelsang, Hörnerklang
Tönt den Wald entlang.Wir durchzieh’n Saaten grün,
Haine, die ergötzend blüh’n,
Waldespracht neu gemacht,
Nach des Winters Nacht.
Dort im Schatten an dem Quell
Rieselnd munter, silberhell,
Klein und Groß ruht im Moos,
Wie im weichen Schoß.Hier und dort, fort und fort,
Wo wir ziehen Ort für Ort
Alles freut sich der Zeit,
Die verjüngt, erneut,
Widerschein der Schöpfung blüht
Uns erneuernd im Gemüt.
Alles neu, frisch und frei
Macht der holde Mai.
Quelle: feiertagsgedichte.de
Für alle, die sich nun Fragen was auf einmal ein Gedicht hier auf einem Blog über Webentwicklung zu suchen hat, der bekommt nun die Auflösung:
Ich habe endlich meinem Server den dringend nötigen Geschwindigkeitsschub verpasst. Es stehen im nun 4-mal so viel Arbeitsspeicher wie zuvor zur Verfügung. In letzter Zeit hat die hunderten von Spam Kommentaren, die er pro Tag filtern musste einfach nicht mehr verkraftet. Deshalb war die Website auch wenige Stunden down, wofür ich mich hiermit entschuldigen möchte.
Zusätzlich soll dieser Post auch als Startschuss dazu dienen wieder häufiger zu veröffentlichen. Ich habe es in den letzten Monaten aus beruflichen und studentischen Gründen etwas schleifen lassen. Hiermit gelobe ich Besserung. Ich werde versuchen wieder mindestens alle zwei Wochen einen neuen Artikel zu posten und diesen auch nach Möglichkeit direkt ins Englische zu übersetzen.
Also freut euch schonmal auf die Artikel, die ich schon lange in der Schublade aber noch nicht geschrieben habe. Vielleicht schaffen wir es ja dann bis zum 2. Geburtstags meines Blog (der ja nicht mehr allzu weit ist) einen neuen Besucherrekord aufzustellen und auch die Fans in Facebook etwas zu erhöhen.
Bis dahin, euer
Kau-Boy
Webdesign mit unzähligen Usability-Sünden
Ich habe ja schon viele Website gesehen, denen ein zeitgemäßes Layout fehlt. Auch waren einige dabei, die noch immer nicht verstanden haben, wieso man keine Framesets mehr einsetzen sollte. Aber was mir heute zufällig vor Augen gesetzt wurde, das hat selbst mich vom Hocker gehauen.
Ich war gerade mit dem Google Chrome Browser im Web unterwegs, als mir auf einer Seite angezeigt wurde, dass ein notwendiges Plugin fehlt. Normalerweise wird mir dann gesagt, dass das Windows Media Player Plugin fehlt, weil mal wieder eine Seite eine proprietäres Audio- oder Videoformat nutzt. Aber nein, heute war es mal das Java-Plugin. Entweder hat mein Chrome dieses Plugin wirklich nicht installiert oder aber es hängt damit zusammen, dass heute das immerhin 24. Update für Java 6.0 installiert wurde. So langsam nervt das auch. Zumal bei dem Update dann zu allem Überfluss auch noch mein Malware-Scanner Alarm geschlagen hat. Aber zurück zur Website und der Usability-Sünde schlechthin.
Einen Catch-All E-Mail Account in Plesk einrichten
Wie ich schon in verschiedenen anderer Artikel erwähnt habe, läuft dieser Blog auf einem Server mit Plesk. Für meine Domain kann ich zurzeit bei meinem Hoster nur eine einzige E-Mail-Adresse angeben. Da ich aber auch andere Adressen verwenden wollte habe ich mir die E-Mail Funktion von Plesk zunutze gemacht.
Da ich alle E-Mail-Adressen meiner Domain ohnehin auf eine einzige Adresse umleiten lassen möchte, habe ich noch einer Möglichkeit in Plesk gesucht und schließlich auch gefunden. Man kann recht einfach einen sogenannten Catch-All E-Mail-Account einrichten. Die Einstellung ist allerdings etwas versteckt.
Im April noch ein Scherz, jetzt ist es Realität!
Im April habe ich über den genialen Aprilscherz von tagesschau.de berichtet. Darin wurde berichtet, dass die letzte IP-Adresse vergeben wurde und aufgrund einer Wartung alle DNS-Rootserver für 24 Stunden abgeschaltet werden müssen.
Nun ist es tatsächlich so weit. Es werden zwar morgen nicht alle Rootserver für 24 Stunden abgeschaltet, aber die letzten IPv4-Adressen wurden vergeben (genau genommen wurden die letzten fünf Kennziffer-Blöcke vergeben) wie auch auf tagesschau.de zu lesen ist.
Aber was heißt das nun, müssen wir alle in Panik verfallen? Nein das müssen wir nicht. Es gibt mit IPv6 schon lange einen Nachfolger, der sich aber bisher noch nicht ganz durchgesetzt hat. Viele ISPs haben noch immer nicht ihre gesamte Infrastruktur umgestellt.
Ich bin schon gespannt mit welchen Aprilscherzen uns die Medien dieses Jahr reinlegen wollen und wie lange es dann dauert, bis daraus traurige Realität wird.
Nachtrag:
Jetzt kommt wohl doch die die 24-stündige Abschaltung, wie golem.de berichtete. Dabei wollen aber nur große Internetfirmen wie Google, Facebook und Co. ihre Dienste für 24 Stunden auf IPv6 Infrastruktur testen. Aber ob das dann alles noch reibungslos für IPv4 Nutzer läuft Bleibt abzuwarten. Der IPv6-Tag ist für den 08. Juni 2011 geplant.
Shortcut des Monats: STRG + SHIFT + T (Aptana)
Vor ein paar Tagen war ich gerade dabei in eclipse (bzw. genauer gesagt in Aptana 1.5) an einem Projekt zu arbeiten. Dabei habe ich aus Versehen eine Datei geschlossen, obwohl ich noch nicht fertig war. Um diese Datei jetzt wieder zu öffnen hätte ich die “Project View” öffnen können und die Datei über die Verzeichnisliste öffnen können.
Der Shortcut
Man kennt aber von vielen Programmen den Shortcut zum Öffnen eines gerade geschlossenen Fensters/Tabs. Wieso sollte dieser also nicht auch in eclipse funktionieren? Also habe ich ihn kurzerhand mal gedrückt und erwartet, dass die gerade geschlossene Datei wieder geöffnet wird:
STRG + SHIFT + T
Das mit dem Wald und den Bäumen!
Wie war das noch gleich damit? Irgendwie habe ich das wieder mal vergessen. Und so kam es, dass ich gestern Abend mal wieder stundenlang vor einem Problem saß und mir die Haare am raufen war, obwohl ja alles ganz korrekt war. Ab und zu ist es einfach wirklich keine gute Idee an einem Freitagabend zu arbeiten, wobei ich ja normalerweise spät abends immer die besten Ideen habe und auch sehr produktiv sein kann. Nicht aber gestern. Aber was war eigentlich passiert?
Für ein Projekt in der Uni musste ich ein Datenbankschema entwerfen. Genauer gesagt gab es schon eines, das von meinen Teammitgliedern zusammen gestellt wurde. Da jeder hier eine eigene Art und Weise hat, wie er Tabellen und Spalten benennt und wir es versäumt hatten dafür Coding-Guidelines aufzustellen, resultierte das natürlich in einem Chaos. Also habe ich mich erst einmal daran gemacht alle Tabellen nach und nach zu vereinheitlichen.
Frohes neues Jahr und ein kleiner Shortcut
Ich wünsche allen meinen Stammlesern (und solchen, die es werden wollen) ein froher neues Jahr 2011. Glücklicherweise wurde der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag nicht verabschiedet, so dass ich euch weiterhin gefahrlos über interessante Themen rund um Webentwicklung berichten kann.
Einer meiner Stammleser ist mein Kollege Michael, der mich im Büro auf einen neuen Shortcut hingewiesen hat und mich fragte, ob der würdig wäre ein “Shortcut des Monats” zu werden. Er ist zwar sehr praktisch, aber es tut mir leid Michael, da es dazu 2 Alternativen gibt, wird er es nicht zu einem Shortcut des Monats schaffen. Aber ich möchte ihn euch trotzdem vorstellen:
Shortcut des Monats: ALT + SHIFT (Windows)
Für viele von euch wird dieser Shortcut nicht neu sein, aber ich habe ihn lange Zeit nicht gekannt und auch viele Bekannte, die schon seit Jahrzehnten Windows nutzen kannten ihn bis vor kurzem noch nicht. Ich bin auch eher zufällig auf Ihn gestoßen.
Der Shortcut
Der Shortcut ist mindestens in den Windows Version XP und höher verfügbar. Ob es ihn auch schon in früheren Versionen gab kann ich zurzeit nicht sagen, da ich kein Windows in einer früheren Version mehr in einer VM oder einem Rechner laufen habe. Nun aber zu Shortcut und wozu er da ist:
ALT + SHIFT
Eilmeldung: Google Street View online – Befürchtungen nicht eingetreten
Achtung, jetzt bloß keinen Schock bekommen. Zum einen, weil Google Street View endlich für die 20 größten deutschen Städte gestartet ist. Und zum anderen, weil ich schon wieder einen Artikel schreibe, obwohl ich gerade erst vor etwas mehr als einer Stunde einen geschrieben habe. Aber die Ereignisse erfordern es heute einfach mal.
Wie ich aus diversen Quellen nachlesen konnte, ist Google Street View nun endlich auch in der zurückgebliebenen deutschen Onlinewelt angekommen. Ich musste natürlich gleich mal nachsehen, ob ein übermäßig besorgter Nachbar unser Haus hat entfernen lassen. Dann hätte ich gleich meinen Plan aus meinem Artikel Rettet Google Street View – ein pragmatischer Ansatz in die Tat umsetzen müssen.








