Die fortschreitende Dedigitalisierung – Oder wenn Spam per Postbote kommt

Überall ist ständig zu lesen, dass das Leben immer mehr digitalisiert wird. Nicht nur das Beispiel des Kühlschranks, der selbstständig im Internet Waren nachbestellt (was ja jetzt nicht mehr allzu lange dauern sollte) wird hier gerne aufgewärmt. Aber nicht alle Lebensbereiche sind schon vollkommen in die virtuelle Welt des Internets gewandert. Auch große Unternehmen stellen mittlerweile fest, dass nicht alles ausschließlich online funktionieren kann.

Ein Beispiel hierfür ist der E-Postbrief der Deutschen Post. Hier kann eine E-Mail an eine gewöhnliche Postanschrift versandt werden. Dabei wird dann der Brief von der Post ausgedruckt und ich einem gewöhnlichen Umschlag zugestellt. Natürlich alles vollautomatisch mal abgesehen von der Zustellung. Die Preise sind hierbei allerdings die gleichen wie bei der reinen offline Kommunikation, wobei noch die Druckkosten pro Blatt hinzukommen.

Aber zurück zum eigentlichen Grund meines Artikels. Am Wochenende fand ich einen Brief in meinem Briefkasten, der nicht sofort nach Rechnung oder gewöhnlicher Werbung aussah. Nach dem öffnen stellte ich dann aber fest, dass es sich um Werbung für eine Website handelte. Der Absender des Briefes war eine Firma in Andorra. Da aber das Porto 0,55€ betrug und der Brief anscheinend aus Deutschland abgeschickt wurde, könnte es sich hierbei tatsächlich um einen solchen „dedigitalisierten“ Brief der Deutschen Post handeln.Ich habe den Brief aufgrund des Kommentares vom Serviceteam E-POSTBRIEF noch einmal begutachtet. Da kein Hinweis zu einer epost-Adresse dort zu finden ist, handelt es wich wohl doch um einen gewöhnlichen Brief. Aber der Absender hat meine Adresse aus meinem Impressum bekommen und es ist somit keine normale Briefwerbung.

Zuerst war ich mir nicht sicher, ob ich nun sauer sein sollte über den „Offline-Spam“ oder ob ich die Idee würdigen sollte. Ich habe mir aber trotzdem die Website hinter dem Brief mal angesehen, um dann doch die neue Marketing-Strategie zu würdigen.

Es bleibt zu hoffen, dass es Spam-Versenden nicht gelingt an Zugangsdaten für den E-Postbrief oder ähnliche Angebote zu kommen. Denn dann werden wir wohl in Zukunft häufiger Spam in unserem Briefkasten finden. Da man sich aber leider den Briefdienstleister nicht unbedingt aussuchen kann und ein „Spam-Filter“ aufgrund des Postgeheimnisses nicht möglich ist, kann man sich gegen diese Art der Werbung fast nicht schützen. Das Schicksal einer solchen Werbung ist aber in meinem Fall das gleiche wie bei der gewöhnlichen Post-Werbung. Sie landet entweder direkt in dem Papierkorb neben den Briefkästen oder aber spätestens nach dem Öffnen in meiner Papiertonne. Daher hoffe ich, dass wir eher mehr digitalisierte Werbung bekommen, denn diese kann zum einem effektiv gefiltert werden und es müssen dafür keine Bäume gefällt werden.

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Bernhard ist fest angestellter Webentwickler, entwickelt in seiner Freizeit Plugin, schreibt in seinem Blog über WordPress und andere Themen, treibt sich gerne bei den WP Meetups in Berlin und Potsdam herum und läuft nach Feierabend den ein oder anderen Halbmarathon.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Herr Kau,

    wir haben mit Interesse Ihren Beitrag gelesen.

    Sie teilen hier mit, dass Sie einen „dedigitalisierten“ Brief von der Firma Andorra erhalten haben. Jeder E-POSTBRIEF Nutzer, egal ob geschäftlich oder privat, muss seinen Hauptsitz in Deutschland angeben.
    Bitte teilen Sie uns Details zum Brief mit, wie dieser aufgebaut ist und ob Sie dort irgendwo den Zusammenhang zum E-POSTBRIEF erkennen können (z.B. eine Adresse mit der Endung @epost.de). Bitte nennen Sie uns aber keine vertraulichen Daten.

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Amir Khanzadeh vom Serviceteam E-POSTBRIEF

    • Hallo Herr Khanzadeh,

      vielen Dank für den Hinweis bzgl. der epost Adresse auf dem Brief. Da ich keinen solchen HInweis finden konnte, handelt es sich wohl doch um einen gewöhnlichen Brief. Ich habe das oben im Artikel auch entsprechend richtig gestellt.

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