Wiederverwendbare Blöcke verwalten

Ich liebe wiederverwendbare Blöcke! OK, aktuell sprechen eher alle über „(Block) Patterns“ und die werden sicher großartig. Aber viele kennen noch immer die wiederverwendbare Blöcke nicht oder wissen einfach nicht, wie praktisch sie sind.

Was ist ein wiederverwendbarer Blöcke

Nun, wie der Name es schon andeutet ist es ein Block, der wiederverwendet werden kann. Irgendwo. Da ein solches Block auch ein Gruppen-Block sein kann, könnte ein wiederverwendbarer Block also eine Sammlung von Blöcken wiederverwendbar machen. Sobald man einen solchen Block erstelle hat, kann man den gleichen „Inhalt“ in mehreren Beiträgen, Seiten oder anderen Inhaltstypen verwenden. In der Zukunft wird das dann auch in Widgets oder anderen „blockbasierten Bereichen“ möglich sein.

Aber wie findet man einen solchen wiederverwendbaren Block? Der einfachste Weg ist es, auf einen der vielen „Block hinzufügen“ Buttons (der quadratische Button mit dem Plus-Zeichen) zu klicken und dort nach dem Namen zu suchen oder ganz nach unten zu scrollen:

Man kann natürlich auch die „Suche nach einem Block“ verwenden und dort den Namen des Blocks (in diesem Beispiel „Kontakt“) eintippen oder aber indem man die Suche per „Slash Suche“ (Vorwärtsschrägstrich) verwendet um schneller nach danach zu suchen. Neu in dieser Ansicht ist auch der Link „Alle wiederverwendbaren Blöcke“ verwalten am Ende der Liste. Dieser war zuvor unter „Mehr Werkzeuge & Optionen“ zu finden:

Wenn man auf einen der beiden Links klickt, wird man auf die „Blöcke“ Übersicht weitergeleitet.

Die Blöcke verwalten

Die Liste der Blöcke die ziemlich genau so aus wie alle anderen Übersichten von Inhaltstypen. Das ist auch keine große Überraschung, denn auch wiederverwendbare Blöcke werden als Inhaltstyp wp_block in der Datenbank gespeichert.

Auf der Verwaltungsübersicht kann man einen existierenden Block über „Bearbeiten“ im Block-Editor öffnen, dort bearbeiten und die Änderungen speichern. Man kann ebenfalls über „Block hinuzufügen“ einen neuen Block erstellen, ohne dabei erst eine Seite oder einen Beitrag verwenden zu müssen, um dann einen vorhandenen normalen Block in einen wiederverwendbaren zu konvertieren.

Aber vermutlich eine der nützlichsten Funktionen, die man hier findet ist das „Als JSON exportieren“ eines individuellen Blocks bzw. der „Import von JSON“. Damit kann man sehr einfach wiedererwendbare Blöcke zwischen verschiedenen WordPress-Installationen migrieren.

Bonus

Wenn ihr genau aufgepasst habt, dann ist euch vielleicht aufgefallen, dass am Ende des letzten Screenshots ein Link „Blöcke“ unter dem Menüpunkt „Wekrzeuge“ zu sehen ist. Dieser Link wäre normalerweise nicht hier. Wenn man zur Verwaltung der Blöcke navigiert, dann ist man „nirgends“. Die Übersicht ist versteckt und man erreicht sie nicht über die linke Navigation. Bevor es die zwei erwähnten Links gab, hat man diese Übersicht noch viel schwieriger gefunden. Daher hatte ich damals ein kleines Hilfsplugin geschrieben, um diesen Menüpunkt „Blöcke“ zu „Werkzeuge“ hinzuzufügen. Das hat es in einem Projekt sehr viel einfacher gemacht, zu dieser Übersicht zu gelangen. Wenn ihr das auch bei euch haben wollt, dann ladet euch das Plugin einfach von GIST runter und installiert es.

Fazit

Selbst wenn wiederverwendbare Blöcke nicht mehr so viel Verwendung finden, wenn die „Pattern“ da sind, so gibt es dennoch Anwendungsfälle, in denen man „synchronisierte Inhalte“ auf einer Seite haben möchte. Zu wissen, wie man diese Blöcke findet, kann einem dabei die Arbeit sehr erleichert.

Veröffentlicht von

Bernhard ist fest angestellter Webentwickler, entwickelt in seiner Freizeit Plugin, schreibt in seinem Blog über WordPress und andere Themen, treibt sich gerne bei den WP Meetups in Berlin und Potsdam herum und läuft nach Feierabend den ein oder anderen Halbmarathon.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,
    besten Dank für deinen Beitrag. Für mich ist das ziemlich verwirrend, dass es einerseits darum geht den gleichen “Inhalt” in mehreren Beiträgen, Seiten oder anderen Inhaltstypen zu verwenden, anderseits vor Duplicate Content streng gewarnt wird.
    Das gleiche gilt z. B. auch für Tags (Schlagwörter) in Kategorien umwandeln.
    Warum werden solche Features angeboten, wenn sie der Website eher schaden als nützen?

    Persönlich freue ich mich auf den Tag, wenn der Curser bzw. Editor beim Editieren nicht nur auf das zuletzt geschriebene Wort (Satz) springt, sondern mindestens auf die letzten 7 Stellen. Bei Texten von über 2000 Wörtern spart das schon ne Menge Zeit und Nerven.

    Gruß

    • Hallo Sascha,

      gleiche Textteile auf einer Website zu haben ist keinesfalls schädlich. In meinem Beispiel verwende ich ja einen Block mit der Bezeichnung „Kontakt“, in dem man z.B. die Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer gespeichert hätte. Aber auch die Öffnungszeiten wären so ein Anwendungsfalls, in denen ein wiederverwendbarer Block sinnvoll eingesetzt werden kann.

      Bei „Duplicate Content“ geht es ja darum, dass ganz Seiten mehrfach auftauchen. So etwas sollte verhindert werden. Daher sehe ich auch kein Problem darin, wenn man Schlagwörter in Kategorien umwandelt, denn dadurch ändert sich nur die Zuordnung eines Beitrags zu einer anderen Archivseite. Der Beitrag selbst behält seinen Textinhalt.

      Den letzten Punkt verstehe ich leider nicht.

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