Plugins und Themes mit WordPress 5.5 aktualisieren oder zurücksetzen

Die aktuelle WordPress Hauptversion 5.5 wurde Mitte August veröffentlicht. Es gab viele schöne neue Funktionen. Aber eine davon wurde nur in wenigen Beiträgen zur neuen Version erwähnt. Die Möglichkeit ein installiertes Plugin oder Theme durch das Hochladen einer ZIP-Datei zu ersetzen.

Einige bisherige Möglichkeiten, um installierte Plugins oder Themes zu ersetzen

In WordPress ist es wirklich sehr einfach eine Plugin oder Theme auf die neueste Version zu aktualisieren (zumindest für solche, die auf WordPress.org verfügbar sind). Das Zurücksetzen auf eine ältere Version oder das aktualisieren einer Premium-Version ist nicht ganz so einfach.

Mit der WP-CLI

Falls du die WP-CLI verwendest, kannst du den install Befehle für Plugins oder Themes verwenden und dabei eine spezifische Version installieren. Falls das Plugin oder Theme bereits installiert ist, kann man die Installation erzwingen:

wp plugin install gutenberg --version=8.9.0 --force

Dies überschreibt die aktuell installierte Version mit der angegebenen Version. Möglich ist das aber nur für Plugins und Themes aus den WordPress.org Verzeichnissen.

Hochladen einer alten Version mit SFTP/FTPS/FTP

Wenn du keinen SSH-Zugang zum Server hast oder dort die WP-CLI nicht verwenden kannst, dann ist die Übertragung mit einem FTP-Programm eine Alternative. Hierzu löscht man zuerst die aktuelle Version und ersetzt sie dann mit der alten Version. Dies hat aber den Nachteil, dass während der Übertragung der Dateien, was je nach Größe eine Zeit lang dauern kann, die Seite eventuell Fehler produziert. Man kann diese Ausfallzeit ein wenig reduzieren, indem man die alte Version in einen anderen Ordner hochlädt, dann die aktuelle Version löscht und schließlich den zuvor hochgeladenen Ordner umbenennt. Aber diese Weg ist nicht wirklich ideal.

Deaktivieren und Deinstallieren der aktuellen Version

Manche von euch haben jetzt vielleicht die Idee, einfach die aktuelle Version zu deaktivieren und deinstallieren, um anschließend die alte Version zu installieren. Aber das ist sehr gefährlich. Viele Plugins löschen ihre Einstellungen, wenn sie deaktiviert/deinstalliert werden. Manche löschen sogar all ihre Daten. Dieser Weg sollte also vermieden werden.

Ersetzen der aktuellen Version mit der neuen WordPress 5.5 Funktion

Falls ihr eure Seite schon auf WordPress 5.5 aktualisiert habt, könnt ihr den neuen Weg versuchen. Hierzu müsst ihr einfach die alte Version als ZIP-Datei hochladen. Diese habt ihr entweder in einem Backup oder ihr ladet sie aus dem Plugin- oder Theme-Verzeichnis von WordPress.org runter.

Download einer alten Version of eines Plugins

Für Plugins ist das sehr einfach. Hierzu navigiert ihr auf die Plugin-Seite auf WordPress.org und klickt auf den Link „Erweiterte Ansicht“ auf der rechten Seite:

Auf der folgenden Seite scrollt ihr dann ganz ans Ende. Dort findet ihr ein Auswahl von ältere Versionen. Dass sind all die Versionen, die getagged/veröffentlicht wurden:

Wählt hier die gewünschte Version auf und klickt auf den Herunterladen-Button. Ihr erhaltet dann die ZIP-Datei für diese Version. Falls im Auswahlfeld keine älteren Versionen verfügbar sein, dann wurden leider keine explizit veröffentlicht.

Hochladen der alten Version und ersetzen der aktuellen Version

Jetzt könnt ihr die Version hochladen. Das funktioniert genau so wie bei der ersten Installation eines Plugins oder Themes. Navigiert also im Dashboard zu „Plugins | Installieren“ und klickt dort auf den „Plugin hochladen“ Button neben der Überschrift. Auf der nächsten Seite könnt ihr dann die zuvor heruntergeladene Datei auswählen und mit einen Klick auf „Jetzt installieren“ hochladen. Anschließend solltet ihr folgendes sehen:

Auf der Seite seht ihr eine Übersicht zur aktuell installierten und zur hochgeladen Version. Für beide wird euch angezeigt, welche Versionen von WordPress und PHP jeweils erforderlich sind. Wenn ihr fortfahren wollt, klickt einfach auf den „Ersetze bestehendes mit hochgeladenem“ Button.

Fazit

Manchmal sind es die kleinen Änderungen in einer neuen Version, die einen Großen Unterschied machen. Das Zurücksetzen eines Plugins oder Themes war bisher keine einfache Aufgabe. Wenn allerdings deine Seite nach einem Update nicht mehr funktioniert hat, gab es die Notwendigkeit ein Plugin oder Theme zurücksetzen zu können. Mit der neuen Funktion ist das nun sehr viel einfacher. Aber auch die Aktualisierung einer Premium-Version eines Plugins oder Themes, die sich nicht in den Update-Mechanisum von WordPress integrieren, wird hiermit sehr viel einfacher.

Beitragsnavigation nach Namen sortieren

Bei vielen Kundenprojekten gibt es die Notwendigkeit eigene Inhaltstypen zu hinzuzufügen. In der Regel erstelle ich diese über den wp scaffold post-type Befehl der WP-CLI. Das erstellt die notwendigen PHP Funktionen inkl. eines Arrays von Labels, die dann übersetzt werden können. In der einfachsten Form kann man einen eigenen Inhaltstyp wie folgt registrieren:

function optn_register_post_type() {
	register_post_type(
		'sponsor',
		array(
			'label'       => __( 'Sponsor', 'optn' ),
			'public'      => true,
			'has_archive' => true,
			'show_ui'     => true,
		)
	);
}
add_action( 'init', 'optn_register_post_type' );
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Organisation von WordCamps in Zeiten einer weltweiten Pandemie

Vor etwa drei Wochen haben die Global Leads, der Local Lead und die Mentorin des WordCamp Europe 2021 die schwierige Entscheidung getroffen, das Vor-Ort-Event 2021 in Porto um ein weiteres Jahr zu verschieben und auch das nächste WCEU online zu veranstalten. Nach einem sehr erfolgreichen Event in diesem Jahr wird das neue Organisationsteam die Chance haben, ein noch größeres Event im nächsten Jahr zu veranstalten, da sie mehr Zeit haben werden sich auf die speziellen Anforderungen an ein Online-Event einzustellen. Ich wünsche dem neuen Team das Allerbeste – dem ich nicht angehören werde.

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Verwendung von Startup-Tasks als Ersatz für File-Watcher in PhpStorm

Vor einigen Tagen habe ich ein neues Projekt begonnen und ein Theme mit Underscores als Basis-Theme entwickelt. Dabei verwende ich immer die „sassified“ Version und erstelle das Theme über den WP-CLI Scaffold-Befehl. Als ich mir danach die Dateien angesehen habe ist mir aufgefallen, dass es eine paar neue Dateien im Verzeichnis gibt. Einige Datei, die allerdings schon einige Zeit enthalten ist, war die package.json Datei, in der verschiedene npm Tasks definiert sind, die für die Komilierung von Sass-Dateien bzw. die Überwachung von Veränderungen an diesen zuständig sind.

Verwendung von File-Wachtern in PhpStorm

In der Vergangenheit habe ich File-Watcher verwendet und in einem früheren Beitrag erklärt, wie man diese nutzen kann um Sass-Dateien zu kompilieren. Das ist ein guter Weg, wann man kein anderen Mechanismus in der Software oder dem Theme/Plugin enthalten ist, der sich darum kümmert. Wenn man aber an etwas entwickelt, das einen solchen Task mitbringt, dann machen es File-Watcher schwieriger, vor Allem, wenn man in einem Team an dem Projekt arbeitet und jeder ein anderes Betriebssystem und andere Kompiler verwendet. In der Vergangenheit habe ich den empfohlenen Ruby-Kompiler verwendet, der allerdings seit März 2019 als veraltet gilt. Seitdem werden entweder Dart Sass oder Lib Sass für die Kompilierung empfohlen. Ich habe zuletzt Dart Sass verwendet, da es der einzige Kompiler war, der unter Windows, Linux und Mac in meinen Tests identische CSS-Dateien erstellt hatte.

Wieso sollte man also nicht einfach einen der neuen Kompiler in PhpStorm in Kombination mit File-Watchern verwenden? Nun, hierzu gibt es zwei Gründe. Zum einen sind die File-Watcher nicht einfach einzurichten, vor Allem dann nicht, wenn die Ordnerstruktur nicht dem Standard entspricht. So befindet sich zum Beipsiel bei Underscores die style.scss Datei im Unterordner sass, die style.css Datei allerdings im Hauptordner. Der Zweite Grund ist, dass in der package.json eventuell nicht nur Tasks zum Kompilieren von Sass-Dateien definiert sind. Ein häufiges Beispiel sind hier PostCSS Plugins wie etwa der Autoprefixer. Diese Kompiler würden beim File-Watcher in PhpStorm nicht ausgeführt werden.

Ausführen eines Watchers aus der package.json Datei

Man kann einen npm (oder ähnlichen) Task in PhpStorm auf zwei Wege ausführen. Entwedet startet man ein Terminal und führt den Befehl dort aus (was den Befehl aber beendet, sobald man das Terminal schließt) oder aber man verwendet „Task | Run Gulp/Grunt/npm Task“ aus der Menüzeile:

Screenshot des "Run npm Task" Fensters

Hier macht man einfach einen Doppelklick auf den Task, den man ausführen möchte und dieses startet in einem neuen Fenster innerhalb von PhpStorm. Allerdings muss man nun jedes Mal, bevor man mit der Arbeit an einem Projekt beginnt, daran denken, den Task manuell zu starten, währen ein File-Watch automatisch „starten“ würde. Gibt es also einen besseren Weg?

Verwebdung eines Startup-Starts für den Watcher

Glücklicherweise gibt es einen sehr einfachen Weg, den ich vor ein paar Wochen gefunden habe. Man kann Startup-Tasks definieren, die jedes Mal ausgeführt werden, wenn man ein Projekt in PhpStorm öffnet. Hierzu wählt man in den Settings den Punkt „Tools|Starup Tasks“ und kann dann hier aus einer Vielzahl von Tasks auswählen. Einer davon ist npm. Hier erstellt du zuerst einen solchen Startup-Task:

Screenshot des "Settings | Tools | Startup Tasks" Fensters mit "npm" ausgewählt als neuem Task

Falls du wie zuvor beschrieben den npm Task schon einem manuell ausgeführt hast, dann kannst du ihn auf der linken Seite einfach direkt auswählen. Ansonsten erstellst du einfach einen neuen Task, gibst ihm einen Namen, wählst die pcackage.json Datei aus und davon dann den passenden Task für den Start:

Screenshot of the npm run configuration setting

Wenn du das alles eingestellt hast, kannst du PhpStorm neustarten oder das Projekt schließen und wieder öffnen um den Startup-Task zu testen. Du solltest hierbei dann das gleiche Fenster wie beim manuellen Ausführen sehen.

Fazit

Die File-Watcher in PhpStorm sind wirklich sehr nützlich, wenn du an einem Projekt arbeitest, das keine Task-Runner verwendet. Aber sie sind recht limitiert und nicht einfach einzurichten. Die Verwendung von Startup-Tasks ist sehr viel einfacher, wenn das Projekt bereits Tasks mirbringt und es stellt sicher, dass alle im Team die gleichen Tasks verwenden. Das kann erheblich die Fehlersuche verringen oder das Auflösen von Merge-Konflikten vermeiden, falls Dateien mit unterschiedlichen Kompilern erstellt wurden.

Speicherplatz in deinem Entwicklungsordner frei machen

Selbst die größte Festplatte hat ein Limit. Von Zeit zu Zeit muss man daher aufräumen, um wieder Platz für neue Projekte zu haben.Wenn gleichzeitig an einer Vielzahl von WordPress Projekten arbeite, alten und neuen, kommt schnell einiges zusammen. In einem früheren Blogbeitrag habe ich euch gezeigt, wie man Speicherplatz sparen kann, indem man Bilder von einem Live-Server lädt. Da Bilder und andere Dateien im Uploads-Ordner oft den größten Teil einer WordPress-Website ausmachen, kann man hierdurch schon viel einsparen. Aber es gibt noch andere Arten von Dateien, die sehr schnell die Festplatte füllen: Datenbank-Dumps.

Große Datenbank-Dumps finden

Wenn du an Projekten arbeitest, die bereits Live gegangen sind, dann möchtest du dir sicher die aktuellen Datenbank von der Live-Seite holen, bevor du mit der Arbeit beginnst. Aber vielleicht hast du vorher Änderungen in der lokalen Datenbank gemacht, die du nicht verlieren möchtest, also machst du ein Backup, bevor du die Datenbank mit der Live-Datenbank überschreibst. Das sind also schon zwei Dumps. Während du an der Seite arbeitest und Dinge veränderst oder löschst, machst du nochmal zu Sicherheit ein Backup. Und da manche WordPress-Datenbanken auch mal mehrere hundert Megabyte groß sein können, kommt schnell einiges an verbrauchtem Speicherplatz zusammen. Der erste Schritt zum Freimachen ist es also, diese großen Datenbank-Dumps zu finden. Hierzu führst du einfach folgenden Befehl in deinem Entwicklungsordner aus:

find . -type f -size +10M -name "*.sql"

Dieser Befehl findet alle SQL-Dumps, die größer als 10 MB sind. Unter Umständen möchtest du sogar nach noch kleineren Dateien suchen, wenn es viele davon gibt, die ebenfalls in Summe mehrer hundert Megabytes groß sind. Wenn du die Dateien nicht nur finden, sondern auch sehen möchtest, wie groß sie sind, dann kannst du den Befehl ergänzen und die gefundenen Dateien an den du Befehl weitergeben:

find . -type f -size +10M -name "*.sql" -exec du -h "{}" \;

Nachdem du nun alle großen Dateien gefunden hast kannst du diejenigen löschen, die du nicht mehr brauchst. Aber was ist, wenn du sie noch immer brauchst?

Alle Datenbank-Dump komprimieren

Nun, das ist ganz einfach. Du verwendest einfach einen anderen Befehl und komprimierst alle Dateien in einem Durchlauf. Hierzu verwendet du einfach folgenden Befehl:

find . -type f -size +10M -name "*.sql" -exec gzip "{}" \;

Dieser Befehl komprimiert also alle Datenbank-Dump, die größer als 10 MB sind, mit dem gzip Befehl. Als ich diesen Befehl vor einigen Tagen auf meinem Arbeits-Laptop ausgeführt habe, konnte ich mehr als 3,5 GB auf der Festplatte frei machen. Der Befehl hat dazu nur etwa 90 Sekunden benötigt. Wenn ich nun einen der Dumps wieder einspielen möchte, dann muss ich ihn nur mit dem Befehl ungzip wieder enpacken, bevor ich ihn in die Datenbank importiere.

Andere große Dateien finden

Nachdem du alle Datenbank-Dumps komprimiert hast, könntest du doch gleich mal nach anderen großen Dateien such, die du einfach löschen oder komprimieren kannst. Gute andere Kandidaten sind hier etwa das debug.log im wp-content Ordner, wenn du bei einer Installation mal das WP_DEBUG_LOG aktiviert hattest. Um solche Dateien zu finden, kannst du entweder das Suchmuster anpassen oder einfach ganz weglassen, um alle großen Dateien zu finden:

find . -type f -size +10M -exec du -h "{}" \;

Wenn du ohne eine Dateiendung suchst, wirst du vermutlich auch Mediendateien finden. Dann kannst du den Trick verwenden, den ich zuvor erwähnt habe und die Dateien einfach von einem Remote-Server laden lassen.

Eventuell findest du auch XML-Dateien, die sehr groß sind. Diese könnten beispielsweise vom WordPress XML Exporter stammen. Es könnten aber auch andere Dateien sein, die eventuell unkomprimiert belassen werden müssen.

Einschränkung

Vielleicht fragst du dich nun „wieso komprimiere ich nicht einfach alle .sql Dateien?“, aber das verursacht eventuell Probleme. Wenn du die Suche mal ohne Filter nach der Dateigröße durchführst, dann wirst du vermutlich auch SQL-Dateien in Plugin-Ordnern finden. Diese Dateien werden in der Regel verwendet um notwendige Tabellen beim Installieren oder Aktivieren von Plugins anzulegen und dürfen daher nicht komprimiert werden. Verwende also keine zu kleine Dateigröße, wenn du die Datenbank-Dumps auf deinem System komprimierten willst. Auf meinem System hätte selbst eine minimale Dateigröße von 1 MB nur Datenbank-Dumps gefunden und keine dieser speziellen Dateien. Die gleiche Einschränkung gilt aber auch für einige XML-Datien und auch für Log-Dateien. Ist eine solche Datei komprimiert, kann nicht mehr darin geschrieben werden. Also komprimiere nicht einfach alle Textdateien, die zu groß sind.

Fazit

Wenn man an vielen Projekten arbeite ist der Speicherplatz schnell verbraucht. Zu wissen, wie man schnell wieder Speicherplatz freigeben kann ist daher wichtig, vor allem dann, wenn man die Festplatte im Gerät nicht einfach durch eine größere austauschen kann. Mir hat es in der Situation sofort geholfen, erst einmal alle Datenbank-Dump zu komprimieren und ich musste mir auch nicht lange Gedanken darüber machen, welche Dateien ich noch brauche und welche nicht.