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Plesk Backup-Manager auf 1&1 Linux Root Server einrichten

Veröffentlich am Mittwoch, 14. Okt 2009 in Webserver

Ich habe bei einem Server den ich betreue ein paar Probleme beim Einrichten des Backup-Managers über das Plesk Panel festgestellt. Daher habe ich hier ein kleines Tutorial zusammengestellt, welches das Einrichten des Backup-Managers auf einem 1&1 Dedicated Server Linux beschreiben soll. Auf anderen Servern wird die Einrichtung bis auf ein parr Punkt aber identisch sein.

Der 1&1 Server verwendet Plesk in der Version 9.2. Im ersten Schritt müsst ihr euch im Plesk Panel anmelden anschließend gelangt ihr auf die Startseite wo ihr im Abschnitt Server einen Button für den Backup-Manager finden solltet:

Backup-Manager

Nachdem ihr den Backup-Manager aufgerufen habt bekommt ihr eine Auswahl an Tools angeboten. Der Punkt “Aktualisieren erklärt sich wohl von selbst. Die anderen stelle ich kurz vor.

Backup-Manager-Tools

Mit dem Tool “Backup erstellen” könnt ihr ein einmaliges Backup druchführen, das sofort ausgeführt wird. Mit dem unter “Einstellungen für geplantes Backup” könnt ihr ein tägliches (bzw. wöchentliches, monatliches) Backup einstellen. Mit dem Punkt “Dateien ins Server-Repository hochladen” könnt ihr ein erstelltes Backup wieder auf den Server kopieren um es anschließend eine Wiederherstellung zu starten. Der Punkt der uns zuerst interessiert ist “Einstellungen für persönliches FTP-Repository”:

Persönliches FTP-Repository

Hier tragt ihr die Zugangsdaten für den 1&1 Recovery Server ein. Die Daten dazu findet ihr innerhalb des 1&1 Control-Centers im Bereich “Server-Verwaltung” unter dem Punkt “Server-Backup”. Ein Zugriff auf diesen Server direkt per FTP von eurem Rechner aus wird aber nicht funktionieren, was euch also nicht verwundern sollte. Innerhalb des Netzwerks von 1&1 funktioniert die Verbindung. Nachdem ihr also alle Daten eingetragen habt und auf “OK” geklickt habt, kommt ihr wieder ins Menü des “Backup-Managers” zurück. Dort wählt ihr als nächstes “Einstellungen für geplantes Backup”:

Einstellungen für geplantes Backup

Wichtig ist bei den Einstellungen die Auswahl “Persönlichers FTP-Repository” damit die Daten auch auf dem Backup Server landen und bei einem Ausfall des 1&1 ROOT Servers nicht auch verloren gehen. Wann ihr das Backup starten wollt ist euch überlassen, aber wählt am besten einen Zeitpunkt mit wenigen Zugriffen. Ein Zeitpunkt von 1 Uhr nachts ist z.B. auch nicht gut, wenn ihr viele Besucher aus den USA habt. Wählt in diesem Fall vielleicht eher 6 Uhr, da hier viele Amerikaner schon im Bett liegen und viele Deutsche erst aufstehen. Der Prozess braucht zwar nicht viele Ressourcen, aber ihr habt somit alle Daten eines “Tages” im Backup enthalten. Ihr könnt ein Präfix vergeben, falls ihr das wollt. Eine E-Mail-Adresse für Meldungen über fehlgeschlagene Backups solltet ihr in jedem Fall angeben. Zuletzt auf keinen Fall vergessen “Serverkonfiguration und Inhalt” auszuwählen, da ansonsten nicht die Dateien eures Servers mitgesichert werden.

UPDATE: Ihr solltet auch daran denken die Anzahl der Backups auf einen sinnvollen Wert zu begrenzen. Wieso erfahrt ihr in diesem Artikel: Anzahl der Backups im Plesk Backup-Manager begrenzen.

Man könnte meinen, dass jetzt alles glatt läuft. Leider ist dem aber nicht so. Denn standardmäßig werden die Backups im Ordner “/var/lib/psa/dumps” zwischengespeichert, der sich auf der Partition “/dev/sda6″ befindet. Diese Partition ist oft zu klein um ein Backup zu speichern, bevor es dann auf den FTP-Server verschoben wird. Da hier auch die MySQL Tabellen liegen führt es dann dazu, dass die MySQL Datenbank keinen Platz mehr für temporäre Tabellen für Abfragen erstellen kann und den Dienst bei großen Abfragen verweigert. Ihr müsst also den Speicherort verschieben. Am besten verschiebt ihr ihn auf die größte Partition. Welche das ist könnt ihr mit dem Befehl “df” rausfinden (die zusätzlichen Parameter dienen nur der Übersichtlichkeit), nachdem ihr euch per SSH am Server an angemeldet habt:

s12345678:~ # df -h -x tmpfs
Filesystem            Size  Used Avail Use% Mounted on
/dev/sda1             9.2G  235M  8.5G   3% /
/dev/sda5             9.4G  2.2G  7.3G  23% /usr
/dev/sda6             9.4G  1.9G  7.5G  20% /var
/dev/sda7             436G   21G  416G   5% /srv

In diesem Beipiel ist die größte Partition “/dev/sda7″, auf welcher der Ordner “/srv” gemountet ist. Ihr verschiebt den Ordner dann mit diesen drei Befehlen:

mv /var/lib/psa/dumps /srv/dumps
rm -rf /var/lib/psa/dumps
ln -s /srv/dumps /var/lib/psa/dumps

Der erste Befehl verschiebt den Ordner nach “/srv” welcher sich in diesem Beipsiel auf der größten Partition befindet, da hier auch die Websites gespeichert sind. Der zweite Befehl löscht den Ordner an seinem ursprünglichen Ort (sollte er dort noch vorhanden sein). Am wichtigsten ist der dritte Befehl. Er erzeugt einen sogenanten “Symbolic Link” also einen Link zu dem neuen Verzeichnis. Dadurch ist es nicht notwendig den Speicherpfad in der Konfiguration von Plesk anzupassen, was über das Plesk Panel ohnehin nicht funktioniert.

Nachdem diese Schritte vollzogen sind, müsst ihr nurnoch abwarten, bis der Zeitpunkt des ersten Backups erreicht ist. Ein Backup kann ohne Probleme eine halbe Stunde oder mehr andauern. Ihr könnt auch zu Testzwecken gerne ein Backup manuell über den Punkt “Backup erstellen” ausführen und einfach einmal nur die Serverkonfiguration speichern. Wenn das Backup erfolgreich verlaufen ist, solltet ihr es über den Reiter “Persönliches FTP-Repository” aufgelistet sehen:

Backup-Manager erstellte Backups

Hier könnt ihr auch ein Backup wiederherstellen. Das habe ich aber bisher zum Glück noch nicht machen müssen. Sobald ich es aber mal durchführen musste (hoffentlich nie) gibt es dazu dann auch einen Artikel.

Ich hoffe der Artikel konnte euch weiterhelfen und ihr konntet eine Backup-Routine dadruch einrichten. Es ist aber schade, dass die Server von 1&1 nicht direkt so konfiguriert sind, dass sie die größte Partition für die Backup-Daten nutzt. Wenn euch zusätzlich noch ein Tipp zu dem Thema einfällt oder ihr Fragen oder Anregungen habt, würde ich mich über ein Kommentar sehr freuen.

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  1. perk sagt:

    Thanks for taking the time to create this tutorial! I am setting up a server at 1&1 and could not locate their documentation for doing this.

  2. Jay Jackson sagt:

    I have a 1&1 Root Server also with Plesk and mine has the directories for backup set to the /dev/md7 partition which is the largest part. So I have not moved mine but in watching the backups run I can not see that the temp files are being created in this directory before being uploaded to FTP. I am sure that I am missing something.

    • Bernhard sagt:

      Could you find out, where the backup files are stored? The folder which I explained to move is called “dump” and therefore I think it is only used for temporary storing the backup before moving it to the FTP. Are you sure you had set up the Backup Manager to store the backups on the FTP repository. Or are they stored on your server? Just check out the “Server Repository” and the “Personal FTP Repository” (last screenshot) tab in the Backup Manager menu.

  3. honk sagt:

    Automatische Plesk Dumps werden im Ordner gespeichert, der durch den Variablenwert DUMP_D in der Datei /etc/psa/psa.conf definiert ist.

    dann sparrt man sich die ganzen Verzeichniss Verlinkungen und rumkopierereien ;)

    • Bernhard sagt:

      Danke für diesen in der Tat sehr viel einfacheren Lösungungsweg. Meine Bedenken dabei wären nur, dass diese Einstellung bei einer Änderung innerhalb des Backup-Managers wieder überschrieben wird oder bei einem Update des selbigen. Hast du das bei dir selbst schon einmal getestet?

  4. [...] meinem Artikel Plesk Backup-Manager auf 1&1 Linux Root Server einrichten habe ich bereits beschrieben was zu tun ist, um das Backup auf einem Server mit Plesk einzurichten. [...]

  5. Ideenmakler sagt:

    Hallo,

    war absolut hiflreich hat super geklappt. Vielen Dank ‘!!!

  6. Chris sagt:

    The backups are stored here ‘/var/lib/psa/dumps’ but I can’t for the life of me get a decent sized back to save on ftp server reository then bring it back again, it fails every time.

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