WordCamp Europe 2017 – Lernen. Verbinden. Mitwirken.

Ja, ich weiß. Schon wieder ein WordCamp-Rückblick. Aber ich verspreche, dass es der letzte für die nächsten zwei Monate sein wird und ihr euch dann wieder auf “normale” Beiträge freuen könnt 😉 Vor zwei Wochen war es also soweit, das WordCamp Europe 2017 fand in Paris statt. Und da die Erinnerungen noch einigermaßen frisch sind, schreibe ich sie mal für euch nieder.

Paris genießen

Ich bin schon am Montag nach Paris geflogen. Normalerweise reise ich nicht so viel früher an und verbringe nur wenige zusätzliche Tage in der Stadt. Aber da ich Paris liebe, habe ich gleiche eine ganze Woche gebucht. Leider konnte mich einer meiner Kollegen nicht begleiten. Daher habe ich mir ein paar andere “Opfer” aus der deutschen WordPress Community gesucht, denen ich meine Lieblingsorte in Paris zeigen konnte. Natürlich waren auch ein paar typische touristische Orte dabei:

Ich bin nicht nur ein großer Fan der Stadt, sondern auch der französischen Küche. Ein Urlaub in Frankreich ohne Wein, Baguette und Käse geht also nicht. Ich habe zu meiner Käseauswahl auch sehr gute Kritiken bekommen 🙂

Dienstag und Mittwoch: Community Summit

Vor dem eigentlichen WordCamp Europe fand der sogenannte Community Summit mit etwa 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Da ich nicht nominiert/eingeladen war und da die Themen nicht öffentlicht auf Twitter erwähnt werden sollten, kann ich euch keine Details dazu geben, was genau beschlossen wurde. Aber ich habe von einigen Anwesenden gehört, dass es viele interessante Themen gab und einige Entscheidungen getroffen wurden.

Donnerstag: Contributor Day

Auf den meisten WordCamp, die ich in letzter Zeit besucht habe, ist der Contributor Day mittlerweile vor dem eigentlichen WordCamp. Beim WordCamp Europe war es das erste mal, aber ich denke es ist so sehr gut gelaufen. Ich habe beim Meta-Team mitgeholfen und ein paar letzte Änderungen am neuen WordCamp-Standardtheme CampSite 2017 vorgenommen. Dabei hat es natürlich ungemein geholfen, dass die Team-Leads des Meta-Team vor Ort waren. So konnten wir die Änderungen direkt besprechen und sehr schnell umsetzen. Ich habe auch noch eine Kleinigkeit gefunden, die man verbessern könnte. Dazu habe ich dann einen kleinen Blogartikel geschrieben und die Community um Feedback gebeten. Mittlerweile ist das Feature sogar schon umgesetzt. Alles in Allem war es einer der produktivsten Contributors Day für mich.

Speakers Dinner

Als Teil des Organisationsteams war ich natürlich auch zum Speakers Dinner eingeladen, bei dem alle Speaker, Sponsoren, Organizer und Volunteers eingeladen waren. Wir haben uns auf einem Boot auf der Seine getroffen und ich hatte viele nette Gepräche bei gutem Essen. Glücklicherweise hatten wir die ganze Woche gutes Wetter in Paris. Nur ein bisschen warm war es 🙂

Freitag: Erster Konferenztag

In der Begrüßung hat Paolo Belcastro (der Global-Lead-Organizer) dem Publikum erzählt, dass das WordCamp Europe urspünglich mal als einmaliges Event geplant war, als es 2013 in Leiden organisiert wurde. Aber es hat sich rausgestellt, dass es zu einem der erfolgreichsten WordCamps geworden ist und es wird uns daher erhalten bleiben. Jenny Beaumont (Lead-Organisatorin des Local-Teams) hat etwa 1900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der fünften Ausgabe dieses tollen Events begrüßt. Allerdings waren nicht alle schon um 9:15 Uhr bei der Eröffnung dabei 🙂

Big Litte Shame: a Tale of Empowered User Experience Through Localization

Obwohl ich im Orga-Team war, konnte ich mir einige Sessions ansehen, denn das Design-Team, in dem ich mitgewirkt hatte, musste ja alle Arbeit vor dem Event abgeschlossen haben 🙂

Meine erste Session war von Caspar Hübinger. Er hat über das sehr wichtige Thema “geschlechtersensible Sprache” gesprochen. Ich hatte ja schon das Vergnügen, diesen Talk bereits auf dem WordCamp Turin zu hören. Aber Caspar hat ihn für das WordCamp Europe noch einmal um viele neue Aspkete bereichert. Ich kann jedem nur empfehlen, sich den Talk auf WordPress.tv anzusehen.

The three kinds of design

Nach Capsars Talk bin ich gleich in Track 1 geblieben und habe mir die Präsentation von John Maeda angesehen. Er ist ein sehr inspirierender Redner und hat in seinem Votrag über Design gesprochen und wie wichtig es ist. Obwohl ich kein Desginer bin, habe ich doch einiges mirnehmen können und gelernt, dass Design ein wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Produkt sein kann.

Security is a Process

Der nächste Vortrag war etwas technischer. Mark Jaquith hat eine kleine Einführung in die Absicherung einer Website gegeben. Er ist dabei vor allem auf die Implementierung eingegangen und hat gezeigt, welche wichtigen Konzepte man als Plugin- oder Theme-Entwickler beachten sollte, um eine Seite sicherer zu machen.

Lightning Talks – Contributing to WordPress

Nach dem Mittagessen gab es die erste Runde an Lightning-Talks. Zuerst hat Jenny Wong davon berichtet, sie wie als Organisatorin der letzen beiden WordCamp London dazu beigetragen hat, das Event zu einem der barrierefreisten zu machen. Anschließend hat Pascal Birchler von einem Projekt berichtet, in dem er versucht, WordPress in die vierte offizielle Sprache der Schweiz zu übersetzen: Rätoromanisch. Interessant war hierbei auch, dass er die Sprache selbst nie gelernt hat und wie er Hilfe bei der Übersetzung bekommen hat. Rahul Bansal hat im Anschluss davon berichtet, wie es seine Community geschafft hat, über lange Zeit aktive Contribtuor für die Übersetzung zu finden. Der letzte Talk war von Alice Still die davon berichtet hat, mit welchen mitteln wie eine gute lokale Community rund um das WordUp Brighton (das lokale WordPress Meetup in Brighton) aufbauen und neue Teilnehmer erreichen konnte.

WordPress Security for All: You Won’t Believe How Simple It Can Be

Leider habe ich ein wenig vom Talk von Miriam Schwab zum Thema WordPress-Sicherheit verpasst, aber sie hat eine sehr gute Einführung in die Grundlagen gegeben. Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich so meine eigenen Ansichten zu vielen Themen rund um Sicherheit und Tipps hierzu. Miriam scheint bei vielen aber gleicher Meinung zu sein.

Is Your Code Ready for PHP7?

Der nächste Tlak war wieder eher technisch. Julka Grodel hat eine kleine Einführunge gegeben, welche Änderungen es mit PHP7 gab und die man den eigenen Code fit für PHP7 macht, ohne dabei die Kompatibilität mit PHP5 zu brechen. Ich habe ein paar neue Grenzfälle kennengelernt, die mir noch nicht bekannt waren. In den letzten Wochen hatte ich selbst mit einigen davon zu tun.

New to Theme Design? Here’s What You Should Know

Der letzte Talk des Tages für mit war von Dmitry Mayorov zum Theme Design. Er hat darin seine Erfahrungen geteilt, die er bei der Entwicklung von Themes gemacht hat. Er hat dabei für Themes prädiert, die möglichst klein und für einen bestimmten Zweck entwickelt werden, statt ein weiteres “Multi-Purpose-Theme” zu entwickeln, das letztelich nicht wirklich richtig passt.

Samstag: Der zweite Konferenztag

Da es keine offizielle Party zwischen den beiden Konferenztagen gab, konnte ich ein wenig Ruhe finden 🙂

People Over Code

Ich habe meinen Tag dann mit der Session von Andrew Nacin begonnen. Er hat einige sehr witzige Geschichten über das WordPress System erzählt sowie über seine Arbeit bei der amerikanischen Regierung. Er hat uns ermahnt unsere Software möglichst einfach zu schreiben, damit nicht nur andere Entwickler einfacher damit weiterarbeiten können, sondern damit wir uns selbst später nicht fragen, was wir damals eigentlich geschrieben haben 🙂

We Are All Making This Up: Improv Lessons for Developers

Die näcshte Session war ein wenig anders als sonst. Dwayne McDaniel ist nicht nur Entwickler sondern auch Improvisationskünstler. Er hat in seinem Vortrag daher ein paar Parallelen zwischen den beiden Welten gezogen und sogar mit einigen Teilnehmern ein kleines Experiment/Spiel auf der Bühne gemacht.

The Pernicious Myth of the Code Poet

Im Anschluss hat Boone Gorges über das WordPress Motto “Code is Poetry” gesprochen und warum es seiner Meinung nach nicht wirklich passend ist. In der anschließenden Fragerunde wollte dann ein Teilnehmer wissen, ob er denn ein passenderes Motto hätte. Er hatte dann einge witzige Alternative parat 🙂

Nach diesem Voträgen habe ich dann eine kleine Pause für einige Meetings machen müssen. Im Anschluss hatte ich dann die Ehre, endlich mal im PressWerk auftreten zu dürfen. Die Folge ist aber leider noch nicht online.

Interview and Q&A with Matt Mullenweg

Wie auch schon bei früheren WordCamp Europes gab es auch dieses Mal wieder ein Interview mit anschließenden Fragenrundean den Mitbegründer von WorsPress Matt Mullenweg, in der Teilnehmende ihn alles fragen konnten.

Das war auch schon meine letzte Session für das WordCamp Europe und ich habe mich so langsam auf die Verabschiedung vorbereitet.

After party

Nach einem tollen WCEU Ball im letzten Jahr in Wien gab es auch dieses Mal wieder eine “Party mit Stil”. Das Thema dieses Jahr waren die 1930er Jahre. Das Orga-Team hat eine sehr schicke Location dafür rausgesucht, den Pavillon d’Armenonville, der sich im Bois de Boulogne, dem großen Park im Westen von Paris befindet. Es war wirklich der perfekte Ort für den Abschluss dieses tollen Events und man hatte die Gelegenheit alte und neue Freunde zu treffen.

Fazit

Dies war mein erstes WordCamp Europe als Teil des Orga-Teams. Es war eine tolle Erfarhung und ich habe die Zeit sehr genossen. Das WordCamp Europe wird auch weiterhin eines meiner Lieblings-WordCamps bleiben. Ich werde also auf jeden Fall auch im nächsten Jahr wieder dabei sein. Und wo wir schon von nächsten Jar reden: natürlich wurde in der Verabschiedung auch angekpndigt, welche Stadt nächstes Jahr das WordCamp Europe ausrichten wird. Wir werden uns vom 14. bis 16. Juni in … Belgrade in Serbien wiedersehen. Milan Ivanović und sein lokales Orga-Team hat eine tolle Location in der Hauptstadt gefunden. Da ich noch nie in Serbien war, freue ich mich ganz besonders darauf, dieses Land in 12 Monaten kennzulernen. Vielleicht nehme ich ja auch an ein paar Meetings des Local-Team teil, um ein paar Eindrücke für ein zukünftiges WordCamp Europe zu bekommen. Aber mehr hierzu bei einer anderen Gelegenheit 🙂

Veröffentlicht von

Bernhard ist fest angestellter Webentwickler, entwickelt in seiner Freizeit Plugin, schreibt in seinem Blog über WordPress und andere Themen, treibt sich gerne bei den WP Meetups in Berlin und Potsdam herum und läuft nach Feierabend den ein oder anderen Halbmarathon.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.